Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Die Bibel, Psalm 38,10

Psalm 38, aus dem der Vers für diesen Monat entnommen ist, zeigt das erschreckende Bild eines Menschen, der an einem absoluten Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist.

Nichts ist mehr so, wie es war: "Mir geht's total schlecht, Alle wenden sich von mir ab! Ich bin am Ende!" -, so könnte man dieses Klagegebet von David zusammenfassen.

Und was ist der Grund für diesen verzweifelten Hilferuf? Schuld, die man sich irgendwann aufgeladen hat und die einem dann mehr und mehr über den Kopf wächst. Was dabei herauskommt, würde man heute wohl als "psychosomatische Erkrankung" bezeichnen. "Nichts ist mehr heil an mir!" (V.8b).

Vielleicht ist mancher von uns in seinem Leben schon an einem ähnlichen Tiefpunkt gewesen. Wie geht man damit um?

Die Antwort darauf findet sich in unserem Vers für diesen Monat, nämlich V.10, und auch in vielen anderen Psalmen.

Vor Gott liegt alles offen, was man vor den Menschen zu verbergen sucht. Er hört alles das, wovor die Menschen ihre Ohren verschließen und sich abwenden! Und Er wendet sich eben nicht ab.

Durch seinen Sohn Jesus Christus hat Gott alles dafür getan, uns aus diesem jämmerlichen Zustand herauszuholen. Für unsere Schuld, so schwer sie auch sein mag, ist Jesus gestorben und auferstanden. Uns wird Vergebung, Heilung geschenkt!

Das haben schon viele Menschen so erlebt. Bis heute gilt: Jeder, der seine Schuld vor Gott bekennt, darf dieselbe Erfahrung machen.

 

Dieter Nutto