Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

Die Bibel, 1.Joh.4, 16

Irgendwann im Leben eines jeden Menschen stellt sich die Frage: Was sind Werte, was sind unsere Werte? Nach welchen Werten leben wir? Was möchten, sollen oder müssen wir, in unserem Leben bewirken? Hängt der Wert eines Menschen von dem Wert ab, den andere ihm beimessen?

Die Einen antworten mit der Frage: Wie sichern wir uns monetär ab? Wie legen wir unser Geld an, so dass wir - gerade in den Wirren unserer Zeit– gelassen in den Alltag, in die Zukunft blicken können? Müssen wir so denken um mit Sicherheit in diesem „ Basisbereich“ mehr Zeit zu haben damit wir für unseren Nächsten weiterhin „Gutes tun“ können, oder um uns selbst weiter zu entwickeln?

Die Anderen fordern  Mut zum Glauben an einen Gott den man nicht sieht, der zwar zu uns spricht aber nicht unbedingt direkt und mit Worten. Freilich spricht er in vielfältiger Weise aber eben nicht so wie wir untereinander. Er denkt anders, handelt anders, versteht anders und so ist seine Liebe zu seiner Schöpfung eine andere, wie wir sie zueinander üben. Johannes beschreibt mit seinem Wort von der „Liebe“, nichts anderes als eine gelungene  Assimilation d.h. ein völliges aufgehen in die wesenhafte Natur Gottes. Das ist für uns schwer vorstellbar, denn gleich melden sich kritische Stimmen in uns, die  den Individualismus gefährdet sehen, auf den wir Menschen doch so stolz sind.

Das Ziel unsers Lebens ist aber doch, "Eins" sein mit Gott, in ihm ewig bleiben in Harmonie und Seligkeit und somit ein Teil sein, von IHM.

 Dazu gehört, das wir die Liebe die Gott uns zuteil werden lässt, wir nun auch leben im Umgang mit unseren Mitmenschen. Leider ist die Realität eine andere  und so sind wir auf seine Hilfe angewiesen. Sein Geist muss uns beseelen. Ist das so, dann wird  unsere Gastfreundschaft, unsere Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Empathie, Verständnis usw. erkennbar. Aus diesem Blickwinkel werden  die „ Werte“ für die es sich zu Leben lohnt, ganz klar und eindeutig. Sorgen über unsere Sicherheit, Machtverlust im Beruf , Finanzen und Gesellschaft, der  Verlust von Ansehen und Ehre, allesamt  sind „Leere“ Werte – vergängliche und eigentlich  der Rede nicht wert. Wenn wir nur IHN haben ist das Leben gelungen.

 

Lutz Uth