Hast du viel, so gib reichlich von dem, was du besitzt; hast du wenig, dann zögere nicht, auch mit dem Wenigen Gutes zu tun.

Die Bibel, Tobias 4,8

Das Tobit (Tobias) Buch aus den Apogryhpen ist in der Christenheit nicht so bekannt. Die Aussage selbst in diesem Vers 8 ist uns als Aufruf jedoch nicht unbekannt.

Wenn große Unglücke auf der Welt geschehen, wird ja sogar in den Nachrichten zum Spenden für die Betroffenen aufgerufen. 

Doch praktizieren wir das auch, wenn es gerade keine speziellen großen Aufrufe gibt und keine Anerkennung dafür, ganz unauffällig, wie es in der Bibel auch heißt, dass nicht mal eine Hand weiß was die andere tut (Matth. 6,3).

Es ist auf jeden Fall gut in unserem Alltag,wenn der Geldbeutel nicht verschlossen bleibt, da es jederzeit Menschen gib die in Not sind oder Hilfe brauchen. Gott spricht sogar eindrücklich davon, dass, wenn wir großzügig geben, ohne zu meinen unbedingt noch genügend für uns zurück zu halten, er Segen herabschütten wird in Fülle (Mal. 3,10)

Was aber wenn bei mir die Mittel oder der Besitz weniger werden? Halte ich dann das Wenige was ich hab mit aller Kraft zusammen oder stelle die Bereitschaft, etwas zu geben ein? Bin ich enttäuscht das ich weniger habe?

Hier erhalten wir einen einfachen aber auch tröstenden Hinweis: Tue mit dem Wenigen Gutes.

Entscheidend ist, dass wir unseren Mitmenschen auch in dieser Situation nicht aus den Augen verlieren.Jesus gibt dazu ein markantes Bsp. als er in Mark. 12,42 erklärt,dass die arme Witwe mit den zwei Groschen mehr gegeben hat, als die Reichen, die nur ein bisschen von ihrem Überfluss abgegeben haben.

Ich wünsche uns das wir bei allem Geben ob reichlich oder weniger reichlich, wir es aus Dankbarkeit tun und nicht vergessen: Wir sind reich beschenkt auch wenn wir für unser Geld gearbeitet haben. Und Geben macht glücklicher als zusammenraffen.

 

Thomas Bührer