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Monatsspruch Juli 2026

Das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Die Bibel, Amos 5,24

Amos 5 ist ein prophetischer Aufruf zur Umkehr und eine Warnung an Israel wegen seiner Ungerechtigkeit und Götzendienerei. Der Prophet klagt über die Korruption, soziale Unterdrückung und Heuchelei im Gottesdienst. Besonders betont wird, dass äußere religiöse Rituale ohne Gerechtigkeit und Barmherzigkeit nutzlos sind (V. 21–24). Gott fordert sein Volk auf, das Gute zu suchen und das Böse zu hassen (V. 14–15), damit es gerettet wird. Der berühmte Vers 24 – „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach“ – zeigt Gottes Priorität: wahre Frömmigkeit äußert sich in Gerechtigkeit. Das Kapitel endet mit einer Warnung vor dem Gerichtstag des Herrn, der unausweichlich ist.
In Amos 5,24 spricht Gott über die Bedeutung von Gerechtigkeit. Er wünscht sich, dass sie in Strömen fließt, unaufhaltsam und überfließend wie ein unversiegbarer Strom.
Diese Worte erinnern uns daran, dass wahre Gerechtigkeit nicht nur eine einmalige Handlung ist, sondern ein fortwährender Fluss von fairen Taten und Mitgefühl. Sie soll uns durchdringen und unsere Handlungen leiten, sowohl persönlich als auch gesellschaftlich.
Indem wir uns bemühen, Gerechtigkeit in unserem Leben zu praktizieren, können wir einen positiven Einfluss auf unsere Welt haben und Gottes Willen erfüllen.
Ohne diese Veränderung hat die ganze äußere Anbetung überhaupt keinen Wert. Recht und Gerechtigkeit müssen in der Lage sein, frei zu wirken, ohne dass etwas sie aufhält oder ins Abseits stellt.
 

Klaus Bieler


„Sei mir wie ein schützender Fels,

zu dem ich immer fliehen kann,

denn du hast zugesagt, mir zu helfen.

Du bist mein Fels und meine Burg.“

Die Bibel, Psalm 71,3

 

Ein sicherer Ort

Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Sturm. Termine prasseln auf uns ein, Sorgen drehen sich im Kopf, Beziehungen geraten ins Wanken, Nachrichten verunsichern. Viele Menschen sehnen sich in solchen Momenten nach einem Ort, an dem sie einfach durchatmen können - einem Safe Place. Einem Platz, der nicht wackelt, wenn alles andere ins Rutschen kommt.

Psalm 71 beschreibt genauso einen Ort: Gott als schützenden Fels. Ein Fels ist kein gemütliches Sofa, aber er ist stabil. Er bleibt stehen, auch wenn Wind und Wetter toben. Wer schon einmal beim Wandern in den Bergen Schutz hinter einem Felsen gesucht hat, weiß: Dort verliert der Sturm seine Macht. Genau dieses Bild benutzt der Beter - Gott als Zufluchtsort, jederzeit erreichbar.

„Zu dem ich immer fliehen kann“ - das klingt fast wie ein Versprechen ohne Öffnungszeiten. Kein „Bitte morgen wieder“, kein Besetztzeichen. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr offen. Egal, ob mitten in der Nacht, im Büro, im Krankenhaus oder im stillen Moment auf der Couch.

Der Beter vertraut darauf, dass Gott zu seinem Wort steht. Er nimmt ihn beim Wort. „Du hast zugesagt, mir zu helfen.“ Nicht nur bei großen Katastrophen, sondern auch bei den kleinen Kämpfen des Alltags.

„Du bist mein Fels und meine Burg.“ Eine Burg steht für Schutz, Sicherheit und Geborgenheit. Für einen Ort, an dem man nicht stark sein muss. Wer Gott so erlebt, findet Halt - nicht weil das Leben plötzlich leicht wird, sondern weil man weiß: Ich bin nicht schutzlos. Ich darf bei Gott geborgen sein.

 

 

 

*Der Bibelvers Psalm 71,3 wurde am 4.Januar als Jahreslos 2026 für unsere Bezirksgemeinde gezogen