
Monatsspruch April 2026
Eine Frage des Glaubens.
Die Geschichte um den Vers beginnt am Ostermorgen. Jesus zeigte sich Maria Magdalena und dann auch den Jüngeren, die sich abends hinter verschlossenen Türen versammelt hatten. Thomas, immerhin einer der 12 Jünger die Jesus begleitetet, war aber nicht live dabei, als Jesus sich seinen Jünger zeigte. Als die anderen Jünger nun von der Auferstehung Jesu berichtet, da konnte er es nicht glauben was die anderen sagten. Er wollte es selbst sehen und spüren.
Einige Zeit später als die Jünger sich wieder versammelten, kam Jesus erneut. Er lässt nun Thomas die Male an seinen Händen und Füßen fühlen. Nun kann auch Thomas glauben, dass Jesus tatsächlich vom Tod auferstanden ist.
Jesus spricht anschließend die Worte: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Die Bibel, Johannes 20, 29
Wie ist das heute? Ist nur das real, was ich wirklich sehen und (haptisch) fühlen kann? Glaube ich dann, dass es Strom gibt? Den kann ich auch nicht sehen, lediglich seine Auswirkungen kann ich sichtbar und spürbar machen.
Gottes Dreieinigkeit kann ich auch nicht sehen. Aber ich kann Gottes Wirken überall sehen und spüren.
Manche sagen es war Zufall, dass mir meine Eltern just in dem Moment Geld schenkten, als ich es gebraucht habe. Manche sagen es war Zufall, dass nach dieser schlechten Nachricht vor mir ein Auto fährt, das einen Sticker mit: „Gott ist dir näher als du denkst“ auf dem Heck kleben hat. Ich weiß, dass es nicht Zufall, sondern Gottes Wirken ist.
Auch heute ist das alles eine Frage des Glaubens. Aber diese Frage entscheidet über dein weiteres Leben!
Diesen Monat feiern wir Karfreitag und Ostern. Hier erfüllt sich Gottes Versöhnungsplan für uns Menschen. Wenn wir an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus glauben -ohne, dass wir ihn sehen-, dann sind wir durch IHN mit Gott versöhnt.
Alles eine Frage des Glaubens.
Michael Hauser

„Sei mir wie ein schützender Fels,
zu dem ich immer fliehen kann,
denn du hast zugesagt, mir zu helfen.
Du bist mein Fels und meine Burg.“
Die Bibel, Psalm 71,3
Ein sicherer Ort
Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Sturm. Termine prasseln auf uns ein, Sorgen drehen sich im Kopf, Beziehungen geraten ins Wanken, Nachrichten verunsichern. Viele Menschen sehnen sich in solchen Momenten nach einem Ort, an dem sie einfach durchatmen können - einem Safe Place. Einem Platz, der nicht wackelt, wenn alles andere ins Rutschen kommt.
Psalm 71 beschreibt genauso einen Ort: Gott als schützenden Fels. Ein Fels ist kein gemütliches Sofa, aber er ist stabil. Er bleibt stehen, auch wenn Wind und Wetter toben. Wer schon einmal beim Wandern in den Bergen Schutz hinter einem Felsen gesucht hat, weiß: Dort verliert der Sturm seine Macht. Genau dieses Bild benutzt der Beter - Gott als Zufluchtsort, jederzeit erreichbar.
„Zu dem ich immer fliehen kann“ - das klingt fast wie ein Versprechen ohne Öffnungszeiten. Kein „Bitte morgen wieder“, kein Besetztzeichen. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr offen. Egal, ob mitten in der Nacht, im Büro, im Krankenhaus oder im stillen Moment auf der Couch.
Der Beter vertraut darauf, dass Gott zu seinem Wort steht. Er nimmt ihn beim Wort. „Du hast zugesagt, mir zu helfen.“ Nicht nur bei großen Katastrophen, sondern auch bei den kleinen Kämpfen des Alltags.
„Du bist mein Fels und meine Burg.“ Eine Burg steht für Schutz, Sicherheit und Geborgenheit. Für einen Ort, an dem man nicht stark sein muss. Wer Gott so erlebt, findet Halt - nicht weil das Leben plötzlich leicht wird, sondern weil man weiß: Ich bin nicht schutzlos. Ich darf bei Gott geborgen sein.
*Der Bibelvers Psalm 71,3 wurde am 4.Januar als Jahreslos 2026 für unsere Bezirksgemeinde gezogen

